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Mottfeuer nur noch in Ausnahmefällen möglich

Görisried, den 21.08.2017

Das Entzünden von Mottfeuern ist nach der Pflanzenabfallverordnung nur noch in Ausnahmefällen gestattet! In der Regel müssen die Äste und Pflanzenreste vor Ort verrottet oder wenn das Grundstück ausreichend erschlossen ist, abtransportiert werden. Zuwiderhandlungen können mit Bußgeld belegt werden.

Gemäß § 28 Abs. 1 KrWG dürfen Abfälle zum Zwecke der Beseitigung nur in den dafür zugelassenen Anlagen oder Einrichtungen (Abfallbeseitigungsanlagen) behandelt, gelagert oder abgelagert werden. Als Ausnahme dazu dürfen nach § 5 Abs. 1 PflAbfV pflanzliche Abfälle aus Forstbetrieben durch Liegenlassen, Einarbeitung oder ähnliche Verfahren zur Verrottung gebracht werden. Sie dürfen dort verbrannt werden, wo sie angefallen sind, soweit dies aus forstwirtschaftlichen Gründen erforderlich ist.

Vorrangig sollte das bei der Holzernte anfallende Astwerk entfernt und einer ordnungsgemäßen Verwertung (z.B. Biomasseheizkraftwerk) zugeführt werden. Hackschnitzel dienen vor allem als Rohstoff für die holzverarbeitende Industrie sowie als biogener und regenerativer Brennstoff. Das Landratsamt setzt auf die Eigenverantwortung der Forst- und Landwirte.

Das Verbrennen ist, falls keine Verrottung oder Verarbeitung zu Hackschnitzel möglich ist, nur an Werktagen von 6.00 bis 18.00 Uhr zulässig. Das Feuer ist von mindestens zwei Personen über 16 Jahren zu überwachen, die mit geeignetem Gerät ausgestattet sind. Bei starkem Wind oder erhöhter Waldbrandgefahr darf kein Feuer entzündet werden. Um die Brandflächen sind 3 m breite Freistreifen zu ziehen. Es ist sicherzustellen, dass die Glut beim Verlassen der Feuerstelle, spätestens jedoch bei Einbruch der Dunkelheit erloschen ist.

Ein Mottfeuer muss zuvor immer der Integrierten Leitstelle (ILS) unter 0831/96096689 mit genauer Ortsangabe gemeldet werden. Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.ils-allgaeu.de/Mottfeuer.html