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Geschichte

Görisried wird 1375 urkundlich im Klosterstift Kempten erstmals erwähnt. Zu dieser Zeit war Görisried eine Filiale der Pfarrei Oberthingau. Am 5. November 1497 wurde der Sprengel Görisried mit Stadels und Wildberg von der Pfarrei Oberthingau getrennt. Bis zur Säkularisation des Fürststiftes Kempten und Hochstiftes Augsburg war Görisried verwaltungsmäßig in drei Hauptmannschaften aufgeteilt.


21 Familien gehörten dem Hochstift Augsburg mit Pflegeamt in Nesselwang an, 29 Familien dem Hochstift Augsburg mit Pflegeamt in Oberdorf und 36 Familien dem Fürststift Kempten mit Pflegeamt in Thingau.


1808 schlossen sich 36 von 86 Familien der Vereinödung an. Nach dem großen Brand am 06. September 1823, bei dem 36 Häuser und die Kirche zerstört wurden, bauten 10 weitere Familien ihre Höfe in die Einöde.


Seit 1818 bildet das Dorf mit den Weilern Stadels und Wildberg eine selbständige Gemeinde.


Der Strukturwandel ist auch an unserer Gemeinde nicht spurlos vorbeigegangen. Noch in den 1950-er Jahren wurde das Dorfbild von fast bäuerlicher Struktur geprägt. Damals waren es 130 landwirtschaftliche Betriebe, heute sind es noch 55.

 

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Görisried 1823 vor dem großen Brand


Wir danken dem 1987 verstorbenen Heimatforscher Albin Schmiedl für seine Werke. Er hinterließ unserer Gemeinde umfassende Haus- und Ortschroniken. Wer Interesse an Ahnenforschung hat und seine Vorfahren in Görisried sucht, hat die Möglichkeit Einsicht in diese Bücher zu nehmen und ggf. gegen Gebühr auch Abzüge zu erhalten.


Bitte wenden Sie sich an die Gemeindeverwaltung und vereinbaren evtl. einen Termin.

 

 

 

Gemeindewappen

 

wappen

 

Die Gemeinde Görisried darf seit 10.12.1975 ein Wappen führen.

Die Beschreibung des Wappens lautet: Gespalten; vorne in Gold ein schwarzer Steinbock, hinten gespalten von Rot und Silber mit einer schräglinks gestellten Rodungshaue in verwechselten Farben.


Der Inhalt des Hoheitszeichens ist wie folgt zu begründen: Enge geschichtliche Beziehungen der Gemeinde bestanden zum Fürststift Kempten; sie werden entsprechend einer in der Kirche von Stadels angebrachten Wappenabbildung durch das Wappen des Abtes Rupert Bodman (1678-1728) dargestellt (vordere Schildhälfte).


Wegen den durch das ehem. Hochstift Augsburg im Ort ausgeübten grundherrschaftlichen Rechten sind die Hochstiftsfarben Rot-Silber enthalten. Die Entstehung des Ortes durch eine Rodung im Kemptener Wald, die im Ortsnamen durch das Grundwort "-ried" zum Ausdruck kommt, versinnbildlicht eine Rodungshaue.

 

 

 

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Görisried und Wildberg Ende der 50er Jahre

 

 

 

Baudenkmäler


Wir versuchen, die wertvolle Bausubstanz, die in unserem Ort vorhanden ist, zu erhalten.


Görisried ist eine Fundgrube von interessanten Höfen.
Der bedeutendste bäuerliche Altbau, erbaut 1686, steht in Stadels.


Denkmalgeschützt sind auch die Bauernhöfe in der Waldbachstraße Nrn. 7 und 11, an der Hauptstraße Nrn. 6 und 8, am Ortseingang in der Marktoberdorfer Straße Nr.14 und auf der Staig Nr. 4, erbaut um 1800.

 

 

 

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Stadels 1

 

bild 11 

Staig 4